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Ist Fasten eine ideale Methode zur Gewichtsreduktion?

17.02.2012 | Keine Kommentare

Das Heilfasten in der Naturheilkunde und Fasten zum Abnehmen sind wieder in Mode gekommen. Lästigen Fettpölsterchen, die sich durch ausgiebige Weihnachts- und Faschingsfestessen angesammelt haben, sollen endlich der Kampf angesagt werden.

www.istock.com ChristopherBernard
Was bedeutet strenges Fasten?
Man nennt das strenge Fasten auch Nulldiät. Pro Tag trinkt man ausschließlich 2-3 Liter energiefreie Getränke (Wasser, Mineralwasser oder Tee). Dabei wird der Energie- und Eiweißbedarf  beim totalen Fasten nach Entleerung vorhandener Kohlenhydratspeicher weitgehend über Abbau von Körpereiweiß (=Muskelmasse) und Depotfett gedeckt. Durch die Mobilisierung von Körperfett entstehen beim Fettsäureabbau sogenannte Ketonkörpern, dies klingt nun sehr kompliziert, hat aber seinen Sinn. Denn diese werden vom Gehirn anstelle von Zucker als Energiequelle herangezogen – der Rest wird über Ihre Nieren ausgeschieden. Die verstärkte Ausscheidung von Ketonkörpern bedingt gleichzeitig eine Reduktion der Harnsäureausscheidung. Daher muss man unbedingt genug Flüssigkeit zu sich nehmen, um alle Stoffwechselendprodukte möglichst rasch auszuscheiden. Aber Achtung! Bei bereits bestehender Gicht kann ein schmerzvoller Gichtanfall die Folge sein. Darüber hinaus können Kreislaufstörungen, Kopfschmerzen und Übelkeit als “Nebenwirkungen” auftreten. Daher sollte das totale Fasten wirklich nur unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden!

Nulldiät lässt Muskel schwinden
Totales Fasten führt auch zu einem hohen Verlust an Körpereiweiß. Ein Großteil der Gewichtsverringerung ist somit durch Reduktion der (wasserhältigen) Muskelmasse bedingt. Die Nulldiät führt also im Wesentlichen zum Schwund an Muskelmasse, die nach der Diät wieder mühsam aufgebaut werden muss. Wer seinem Körper 4 Wochen lang nichts als Wasser gönnt, kann zwar mit einem Gewichtsverlust von 9-14 kg rechnen, doch nur 43% davon stammen aus den ungeliebten Fettdepots, der Rest ist Eiweiß und Wasser.

Jojo Effekt
Was wir alle nicht möchten beim Abnehmen, ist der so genannte Jojo Effekt. Da vermehrt Eiweiß abgebaut wurde, reagiert Ihr Körper mit vermehrtem Hunger und möchte diesen Eiweißmangel wieder mit zusätzlichem Essen aufbauen. Weiters ist der allgemeine Grundumsatz gesunken, der mit daran Schuld ist, dass nach der Fastenzeit wieder die Kilos schneller steigen.

Wenn man unbedingt eine Fastenkur machen möchte, empfehle ich folgendes:

• Vorher mit dem Arzt abklären
• Mind. 2,5 l pro Tag Wasser oder Bio-Kräutertee >>  trinken
• Bio-Gemüsesuppen oder Bio-Gemüsesafte >>, wie Bio-Gemüsesaft nach Breuss >>, oder Bio-Obstsäfte >> zu sich nehmen, verhindert Elektrolytverluste
• Eine Mindestmenge an Eiweiß ist notwendig um dem Eiweißabbau, wie Muskeln entgegen zu wirken, dazu werden 30g Eiweiß pro Tag empfohlen, zum Vergleich 10g Eiweiß ist in einem Becher Bio-Joghurt >> enthalten.
• Verwende Bio-Produkte, wie Ja! Natürlich Produkte >>, diese sind frei von wertmindernden Inhaltstoffen, wie frei von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und enthalten geringere Nitratwerte sowie weniger Zusatzstoffe im Vergleich zu konventionellen Produkten.

Wichtig:
Wenn man fastet, sollte man sich auf das Fasten konzentrieren!
Das heißt, sich im Alltag wirklich Zeit dafür nehmen!
Meist erzielt man mit dem Fasten kein besseres Essverhalten, sondern lernt verzichten und mit Hunger umzugehen. Eine Ernährungsumstellung, die man langfristig beibehält bringt auf jeden Fall mehr Erfolg!

Bildquelle: istockfoto ChristopherBernard

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