Home / Allgemein / Mit Bärlauch stark wie ein Bär

Mit Bärlauch stark wie ein Bär

06.04.2012 | Keine Kommentare

Wenn uns ein Waldspaziergang den Kopf verdreht, wenn die Lungen nicht nur mit frischer Luft gefüllt werden, sondern auch unsere Nase mit dem würzig wilden Aroma des Frühlingserwachens, wenn nahezu jede Suppe den unverkennbaren Grünstich bekommt – ja, dann ist Bärlauchzeit. Das Besondere, Bärlauch schenkt uns aufgrund gesunder Inhaltsstoffe Bärenkräfte! Aber Achtung -  es gibt auch giftige Doppelgänger. Hier erfahren Sie alles über den köstlichen Frühlingsboten.

Wissenswertes über Bärlauch:
Die verwendete Pflanzenteile sind Blätter, aber auch Blüten und Blütenstiele. Die Kennzeichen des Bärlauchs: Der Bärlauch hat hellgrüne Blattrosetten, wobei die Blätter meist zu zweien stehen und einen langen, deutlichen Blattstiel (bis zu 20 cm) haben. Die Blätter haben eine flache Blattspreite. Sie haben eine matte Unterseite und zeigen deutlich parallele  Blattadern sowie eine deutliche Mittelrippe. Bärlauch blüht im April mit doldenartigen Blütenständen, er hat kleine weiße sternförmige Blüten. 

Bärlauch ist etwas Wunderbares – wichtig nur, die richtigen Blätter zu erwischen. Achtung: frappante Ähnlichkeit mit den giftigen Maiglöckchen- und Herbszeitloseblättern!
Herbstzeitlose:
80 bis 120 g sind tödlich! Die Herbstzeitlose sieht irgendwie auch wie eine kleine Tulpe aus. Ihre Blätter sind an der Spitze abgerundet und junge Blätter kommen zu dritt aus dem Boden. Bei Bärlauch hingegen kommen die jungen Blätter einzeln aus dem Boden, später zu zweit oder in kleinen Gruppen. Bärlauch hat auf der Blattunterseite eine kräftige Mittelrippe, die der Herbstzeitlose fehlt!
Maiglöckchen:
Auch das Maiglöckchen ist in entsprechenden Mengen tödlich! Der Unterschied: Es hat eine lange oberirdische Blattscheide, die Blattunterseite ist glänzend. Übrigens: Maiglöckchen haben unterirdisch keine Zwiebel (Bärlauch) sondern einen Wurzelstock.
Schwarzer Germer:
Ebenfalls giftig, zur Unterscheidung, hat Blätter, die einer Waschrumpel ähneln.

Mein Tipp: Für Do-it-yourself-Verweigerer und Sicherheitsmenschen bietet Ja! Natürlich eine zuverlässige Alternative: Bio-Bärlauch, gepflückt in Au-Wäldern um Laxenburg in Niederösterreich, naturreiner kontrollierter Genuss – ohne Nebenwirkungen.

Bärlauch hat Bärenkräfte:
Bärlauch hat “Bärenkräfte”, denn Pflanzen, die Bärennamen tragen, waren solche, denen man “Bärenkräfte” zusprach. Unser Bärlauch zählt zu den kräftigsten Bärenpflanzen. Nicht nur die Kelten und Römer kannten den Bärlauch als Heilpflanze, die Römer nannten ihn sogar “herba salutaris”, Heilkraut.
Die Pflanze hat ihren Namen vom Bären: Bären halten ihren Winterschlaf in den Höhlen, und wenn der Duft des Bärlauchs in ihre Höhlen dringt, wissen sie der Frühling ist da. Munter geworden, beginnen sie sofort, Unmengen der Pflanze zu vertilgen und kommen so wieder zu „Bärenkräften“. Menschen die ebenfalls im Frühjahr zu solchen Kräften kommen wollen, essen reichlich davon.

Der Bärlauch ist ein kleines Wunderkraut!
Bärlauch hat den höchsten Gehalt an einem gesunden ätherischen Öl mit schwefelhaltigen Verbindungen, sowie Eisen, Magnesium und Mangan. Bärlauch hilft den Darm zu sanieren, indem er eine keimhemmende Wirkung auf die Darmflora hat, ohne die nützlichen Darmbakterien, die der Körper zur Verdauung und für das Immunsystem braucht, zu zerstören. Bärlauch hat auch eine anregende Wirkung auf die Verdauungsdrüsen. Die Nahrung kann besser verdaut werden und wirkt. Schwefelhaltige Verbindungen sind schon immer geschätzt worden. Sie haben eine stark entgiftende Wirkung auf den gesamten Organismus. Innerlich angewendet, bindet Schwefel Schadstoffe, wirkt dadurch reinigend auf das Bindegewebe und wirkt sich positiv auf die Haut aus. Weiters wird ihm auch eine leicht blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt.

Wunderbarer kulinarischer Genuss:
Bärlauch eignet sich hervorragend für Bärlauch-Butter, Aufstriche, Suppen, Spinat und Bärlauch-Pesto.

Mein Tipp: Bärlauch Paste:
Wie’s geht? Ja! Natürlich Bärlauchblätter>> fein wiegen, mit Salz (im Verhältnis auf ca. ½ kg Blätter 4 dag Salz) vermischen, in kleine Tiegel füllen und mit Ja! Natürlich Olivenöl >> übergießen, bis das Öl über den Blättern steht. Kühl aufbewahren, ca. 6 Monate haltbar, nach dem Öffnen schnell verbrauchen.

Antwort schreiben 26379 Aufrufe gesamt, 1 Aufrufe heute  

Einen Kommentar schreiben

Spam Protection by WP-SpamFree

Bitte bleiben Sie bei Ihren Kommentaren sachlich und bemühen Sie sich um eine faire Diskussionsatmosphäre. Die VIENNA-Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge und behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwider laufen, zu entfernen. Beachten Sie bitte, dass auch die freie Meinungsäußerung im Internet den Schranken des geltenden Rechts, insbesondere des Strafgesetzbuches und des Verbotsgesetzes, unterliegt. Die Verfasser haften für sämtliche von ihnen veröffentlichte Beiträge selbst und können dafür auch gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden. Die VIENNA-Registrierungsbedingungen sind zu akzeptieren und einzuhalten.